Treibball

Auch wenn Treibball eine an die Hütearbeit angelehnte Hundesportart ist, eignet sich diese für Hunde fast jeder Rasse und Größe. Etwa ab der zwölften Woche bis ins hohe Alter können Hunde diesen schönen Sport mit ihrem Menschen ausüben. Insbesondere für „arbeitslose“ Familienhunde ist dieser Sport ideal, da das „normale Spazierengehen“ die meisten Hunde nicht wirklich auslastet. Das Ergebnis ist ein perfektes Zusammenspiel von Mensch und Hund. Einzelne Aktivitäten können in Aufgabe und Tempo variiert und auf den jeweiligen Hund und seinen Menschen abgestimmt werden.


Bild / Poster
© Anja Mitchell
Bild / Poster
© Anja Mitchell
Bild / Poster
© Anja Mitchell

Das Trainingsmaterial:

Das Trainingsmaterial besteht aus acht handelsüblichen Gymnastikbällen zwischen 45 und 85 cm Größe und ein 2m x 3m großes Tor. Anfangen sollte man jedoch erst mit einem Ball, um den Hund nicht zu überfordern. Weiter benötigt man eine ca. 20m x 40m gemähte Wiese, die mit einem Zaun begrenzt werden kann. Zusätzlich benötigt man Bestätigungsgegenstände oder Futterbelohnungen (Futterbeutel) und einen Hund mit einem Frauchen oder Herrchen, die ganz viel Spaß daran haben zusammen etwas zu unternehmen. Idealerweise hat der Zweibeiner auch noch viel Geduld und behält immer die Ruhe seinen Hund freundlich zu dirigieren.

Ziel des Sports:

Acht Gymnastikbälle liegen in einer Entfernung von mindestens 15-20 Metern im Dreieck angeordnet, ähnlich wie beim Billard, vor dem Tor. Die Spitze des Balldreiecks zeigt vom Tor weg. Der Hund soll alle acht Bälle nacheinander mit Schnauzen- und Körpereinsatz ins Tor treiben, vorzugsweise beginnend mit dem Ball an der Spitze. Hierbei findet er Unterstützung durch akustische Signale sowie Handgesten durch den Hundeführer. Nachdem der achte Ball ins Tor getrieben wurde, schließen Hund und Halter die Aufgabe mit einer „Endposition“ des Hundes parallel zum Tor ab.

Treibball ist kein sinnloses Treiben der Bälle, sondern vielmehr eine Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund. Nur durch eine gemeinsame Kommunikation wird Treibball überhaupt erst möglich!

Hört sich vielleicht einfach an, ist es aber nicht. Der Hund muss lernen den Ball zielgerichtet zu treiben. Das erfordert schon ein wenig Geschick vom Hund und unter Umständen Geduld vom Menschen. Neben dem Treiben spielt die Distanzkontrolle eine große Rolle. Der Hund muss über größere Distanzen voraus, rechts und links geschickt werden können. Auch sollte er während des Treibens jederzeit gestoppt und zu einem anderen Ball geschickt werden können.

Das Ergebnis ist ein perfektes Zusammenspiel von Mensch und Hund.




Treibball – das Spiel mit den großen Bällen

Bislang haben sich interessierte unter anderem an den Regeln des niederländischen Treibballregelwerkes orientiert. Ein einheitliches Regelwerk innerhalb Deutschlands gab es bislang nicht.

Ab 01.01.2018 haben nun alle DVG Vereine und interessierte Teams die Möglichkeit nach einem klaren Regelwerk innerhalb des DVG ihre Prüfungen auszurichten.